LB 63 Religionsfreiheit Laos

Vor einem halben Jahrhundert beendete der Pathet Lao durch die Machtergreifung die gemeinsame Koalitionsregierung mit der königlichen laotischen Partei und rief die Demokratische Volksrepublik Laos aus. Aufgrund der sozialistisch-marxistischen Ideologie des Pathet Lao sollte Religion als „Aberglaube des Volkes“ keine Rolle mehr spielen. In der seit mehr als einem halben Jahrtausend durch den Theravāda-Buddhismus und traditionelle ethnische Religionen geprägten Gesellschaft ließ sich Religion trotz staatlicher Unterdrückung nicht ausmerzen. Daher räumte die Regierung den Bürgerinnen und Bürgern 1991 in der Verfassung die Möglichkeit ein, eine Religion zu praktizieren oder auch bewusst keiner Religion anzugehören.

Der vorliegende Länderbericht Religionsfreiheit analysiert die komplexe Rolle der Religionen in der Demokratischen Volksrepublik Laos, insbesondere im Hinblick auf staatliche Regulierung, Einschränkungen der Religionsfreiheit sowie erste, auch staatlich unterstützte interreligiöse Dialoginitiativen zur Förderung des gesellschaftlichen Zusammenlebens.

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