MR 81 Mobgewalt und Lynchjustiz in Pakistan

Die vorliegende Studie beleuchtet die zunehmende Mobgewalt und Lynchjustiz gegen Christinnen und Christen in Pakistan – ein hochaktuelles und sensibles Thema. Ausgangspunkt sind jüngste Vorfälle, darunter die großflächigen Ausschreitungen im christlichen Viertel von Jaranwala im Jahr 2023.

Die Analyse zeigt, dass solche Gewalttaten selten spontan entstehen. Vielmehr verdichten sich in einem rechtlich nur schwach geschützten Umfeld Emotionen, Gerüchte und gezielte Aufstachelungen zu massiven Ausschreitungen. Häufig sind extremistische Gruppierungen beteiligt. Soziale Medien werden gezielt zur Verbreitung von Fehlinformationen genutzt. Hinter religiösen Vorwürfen stehen nicht selten auch ökonomische Interessen, Landkonflikte oder soziale Spannungen. Das Blasphemiegesetz wird dabei immer wieder instrumentalisiert und dient als Vorwand für Gewalt, während Polizei und Justiz oft zu spät oder gar nicht eingreifen.

Besonders eindrücklich sind die Berichte von Betroffenen, die von Angst, Ausgrenzung und anhaltender Unsicherheit geprägt sind. Für viele Angehörige religiöser Minderheiten bleibt die verfassungsrechtlich garantierte Religionsfreiheit in der Praxis unerfüllt.

Die Studie formuliert konkrete Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Lage und ruft dazu auf, Fälle von Mobgewalt konsequent aufzuarbeiten und religiöse Minderheiten wirksam zu schützen.

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